Rente mit 67 - Eine politikfeldanalytische Betrachtung der Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters - Patrick Heiser

By Patrick Heiser

Release Date: 2007-03-21

Genre: Political Science

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Mehr als 60.000 BeschĂ€ftigte der Metall- und Elektroindustrie protestierten allein im Januar 2007 gegen die geplante Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters – im medialen und gesellschaftlichen Diskurs meist „Rente mit 67“ genannt. Die Fronten schienen verhĂ€rtet, die Argumente hĂ€tten gegensĂ€tzlicher nicht sein können – von Konkordanz und Korporatismus, die die bundesdeutsche Rentenpolitik trotz ihres redistributiven Charakters stets geprĂ€gt hatten, war einmal mehr nichts zu spĂŒren. Von einem „Irrweg“ sprach IG-Metall-Chef JĂŒrgen Peters, die „Rente mit 67“ sei „nicht vermittelbar“, bilanzierte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Bundesarbeitsminister Franz MĂŒntefering hingegen ging bereits zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die Reform im Bundestag wie geplant beschlossen werde, was am 9. MĂ€rz 2007 auch mit einer Mehrheit von 408 zu 169 Stimmen geschah. Wie aber hat es die geplante „Rente mit 67“ trotz ihres offenbar hohen Konfiktpotentials und der gegensĂ€tzlichen Positionen der beteiligten Akteure auf die politische Agenda geschafft? Diese Frage wird in vorliegendem Buch politikfeldanalytisch beantwortet und das Agenda-Setting aus den verschiedenen Perspektiven der StaatstĂ€tigkeitsfoschung beleuchtet. Es wird sich zeigen, dass sozio-ökonomische VerĂ€nderungen Handlungsnotwendigkeiten produzierten und dass gesellschaftliche VerĂ€nderungen sowie das spezielle Setting der Großen Koalition HandlungsspielrĂ€ume eröffneten.
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Rente mit 67 - Eine politikfeldanalytische Betrachtung der Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters - Patrick Heiser

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Release Date: 2007-03-21

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Mehr als 60.000 BeschĂ€ftigte der Metall- und Elektroindustrie protestierten allein im Januar 2007 gegen die geplante Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters – im medialen und gesellschaftlichen Diskurs meist „Rente mit 67“ genannt. Die Fronten schienen verhĂ€rtet, die Argumente hĂ€tten gegensĂ€tzlicher nicht sein können – von Konkordanz und Korporatismus, die die bundesdeutsche Rentenpolitik trotz ihres redistributiven Charakters stets geprĂ€gt hatten, war einmal mehr nichts zu spĂŒren. Von einem „Irrweg“ sprach IG-Metall-Chef JĂŒrgen Peters, die „Rente mit 67“ sei „nicht vermittelbar“, bilanzierte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Bundesarbeitsminister Franz MĂŒntefering hingegen ging bereits zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die Reform im Bundestag wie geplant beschlossen werde, was am 9. MĂ€rz 2007 auch mit einer Mehrheit von 408 zu 169 Stimmen geschah. Wie aber hat es die geplante „Rente mit 67“ trotz ihres offenbar hohen Konfiktpotentials und der gegensĂ€tzlichen Positionen der beteiligten Akteure auf die politische Agenda geschafft? Diese Frage wird in vorliegendem Buch politikfeldanalytisch beantwortet und das Agenda-Setting aus den verschiedenen Perspektiven der StaatstĂ€tigkeitsfoschung beleuchtet. Es wird sich zeigen, dass sozio-ökonomische VerĂ€nderungen Handlungsnotwendigkeiten produzierten und dass gesellschaftliche VerĂ€nderungen sowie das spezielle Setting der Großen Koalition HandlungsspielrĂ€ume eröffneten.
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